private Rentenvorsorge
Über die private Rentenvorsorge wird während der Zeit der Erwerbstätigkeit in einen oder in mehrere Verträge zur Rentenversicherung eingezahlt oder Geld am Kapitalmarkt angelegt. Die Ersparnisse werden durch Zinsen und Rendite vermehrt, oft kann auch vom Zinseszins profitiert werden, und wenn der Zeitpunkt der Rente gekommen ist, kann daraus monatlich eine private Rente oder eine Kapitalauszahlung erfolgen.
Als private Rentenvorsorge oder private Altersvorsorge werden alle Möglichkeiten des kapitalgedeckten Sparens bezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel Rentenversicherungen, Lebensversicherungen oder Banksparpläne. Sie werden ausschließlich dazu betrieben, um im Alter mehr Geld als das aus der gesetzlichen Rente zur Verfügung zu haben.
Noch ist die private Rentenvorsorge freiwillig, das heißt, es gibt keine Gesetze, die vorschreiben, dass privat vorgesorgt werden muss. Aber es gibt Gesetze, die die private Rentenvorsorge fördern, dabei unterstützt der Staat die private Rentenvorsorge, indem er die Beiträge steuerlich begünstigt und wie bei der Riester Rente unter bestimmten Voraussetzungen durch Zulagen fördert. Politik und Wirtschaft sind sich darüber einig, dass die private Rentenvorsorge heute wichtiger denn je ist, weil die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Besteuerung der gesetzlichen Renten immer weiter sinken. Es wird nicht mehr lange dauern, dann können die Menschen, wenn sie in Rente gehen, mit der gesetzlichen Rente gerade noch die finanzielle Grundversorgung absichern. Keinesfalls ist die gesetzliche Rente dann ein Einkommensersatz, so wie das noch vor wenigen Jahren der Fall war.
Die finanzielle Lücke, die im Rentenalter entsteht, muss über die private Rentenvorsorge geschlossen werden, wenn ein Leben in Altersarmut verhindert werden und der bisherige Lebensstandard in etwa aufrechterhalten werden soll.
Wer sich nach Möglichkeiten der privaten Rentenvorsorge umsieht, sollte zuerst immer die staatlich geförderten Varianten in Betracht ziehen, weil hier der Staat direkt an der Vorsorge beteiligt werden kann. Je früher im Erwerbsleben mit der privaten Rentenvorsorge begonnen wird, desto größer ist das Vermögen, das auf diese Art und Weise für das Alter angespart werden kann. Auch die eigene Immobilie, die so genannte Rente in Stein, ist eine private Rentenvorsorge, die im Alter mietfreies Wohnen ermöglicht und die der Staat seit 2008 über das Eigenheimrentengesetz fördert.
Für das Alter sollte man jedoch nicht nur finanziell vorsorgen, sondern sich vielleicht auch schonmal Gedanken darüber machen wo mein seinen Ruhestand verbringen möchte. Vielleicht kann es sogar sinn machen die Anschaffung einer Eigentumswohnung in Erwägung zu ziehen. Ob diese letztendlich Grohe Badarmaturen hat oder nicht spielt hier die kleinere Rolle. Wichtig ist in erster Linie, dass man sich eine solche überhaupt leisten kann und an welchem Ort diese in Frage käme.
Die private Vorsorge ist heute fast schon ein Muss. Man kann entweder eine Rentenversicherung abschließen, oder sich sein Geld selbst zusammensparen. Aber Vorsorge muss sein. Dann muss man halt mal auf den Kleiderschrank nach Maß verzichten und das Standardmodell nehmen. Es ist von wesentlich großerer Bedeutung Geld für die ungewisse Zukunft anzusparen.
Leider denken nicht viele junge Menschen über eine fundierte Rentenvorsorge nach. Dabei ist gerade das doch in der heutigen Zeit von grundlegender Relevanz. Schließlich ist später von der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr viel zu erwarten.... Außerdem ist Betreutes Wohnen zu Hause später im Alter mit einem geradezu immensen Kostenaufwand verbunden. Nur die wenigsten Menschen sind nach ihrer Zeit als Erwerbstätige aber tatsächlich dauerhaft in der Lage, diese hohen Kosten aus eigener Kraft zu stemmen. Wohl dem also, der rechtzeitig vorgesorgt hat.